Seit 2003 besitzt Bernd Fischer einen Computer und eine
Digitale Camera. Seine Erfahrung mit beidem führte zu einer nachhaltigen
Änderung seiner Einstellung zur heutigen Aufgabe von Malerei und Fotografie.
Die zur Ausführung seiner ersten großformatigen Glasmalerei (2004)
notwendige Nutzung hoch entwickelter, technischer und industrieller Produktionsmöglichkeiten
hinterließen ebenfalls ihre Spuren in seinem Werk.
Bernd Fischer begann in seiner Malerei die Rasterweiten verstärkt zu
thematisieren, verwendete fotografisch aufgenommene Motive und wählte
intime Bildformate. Landschaftsbilder und Aktmotive erschienen ihm wieder
mögliche Bildmotive innerhalb seiner Arbeit.
1990 traten die ersten radiologischen Motive in Bernd Fischers
Bildwelt. Sie sollten über 12 Jahre sein Werk nachhaltig prägen.
Bernd Fischer erklärt sein Interesse an den Strahlenaufnahmen durch ihre
differenzierte Wiedergabemöglichkeit von Wirklichkeitsebenen, die für
unser Auge so niemals gesehen werden könnten. Dass diese Wirklichkeit
in uns selbst ist, das sie individuelle, allgemein menschliche und zeitlos
existentielle Gegebenheiten fasst, erhöht den Reiz den diese Abbildungen
auf den Künstler ausüben.
Bernd Fischer bringt die vergrößerten und gerasterten Röntgenbilder
in den verschiedensten Farben mit der Siebdrucktechnik auf den Bildträger.
Die gedruckten Aufnahmen durchdringen sich in seiner Malerei mit anderen Farb-
und Motivebenen, es erwächst ein farbiger Organismus indem durchscheinende,
verdeckte und verdeckende Ebenen interagieren.